TYPENHAUS+ goes digital

KUNDE

STADT UND LAND Wohnbautengesellschaft mbH

LEISTUNG

Beratung, Entwicklung und Konzeption eines Prototyps zur Digitalisierung des Typenhaus-Katalogs

JAHR

2019

ASSOZIIERTE

MIB Märkische Ingenieur Bau GmbH

Arnold und Gladisch Architekten

Projektbeschreibung

Im Rahmen des von Arnold und Gladisch Architekten entwickelten Modul-Katalogs des TYPENHAUS+ der STADT UND LAND hat Form Follows You einen Prototypen zur teil-automatisierten Baumassenstudie erstellt.

 Um schnell kostengünstigen Wohnungsbau in guter Qualität herstellen zu können, geht die Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND mit der Entwicklung des TYPENHAUS+ den Weg der Modularisierung. Durch die konzeptionelle Fokussierung auf die Kombinationsfähigkeit im Vorfeld entwickelter Module kann eine Vielzahl baulicher Antworten gefunden werden. Der durch die Märkische Ingenieur Bau GmbH (MIB) und Arnold und Gladisch Architekten konzipierte Grundrisskatalog erlaubt eine „[…] mögliche Realisierung gut baubarer, förderfähiger, barrierefreier, untereinander kombinierbarer unterschiedlichster Wohnungen mit differenzierten Grundrisslösungen […].“ (Arnold und Gladisch Architekten)

 

Abb.: Wohnungs-Matrizen des Typenhauses (Arnold und Gladisch Architekten)

Auf Grundlage dieses Katalogs hat Form Follows You die modulare Konzeption des TYPENHAUS+ in einen Prototypen für ein digitales Planungswerkzeug zur Erstellung von Potenzial- und Baumassenstudien übersetzt. Anstelle des manuellen Durchsuchens des Katalogs nach geeigneten Wohnungstypen werden automatisch Bebauungsvorschläge durch das Programm gegeben. Zu Beginn legen die Nutzer*innen einen gewünschten Wohnungsschlüssel, sowie die bevorzugten Orte für bestimmte Wohnungstypen fest. Nach dem Zeichnen der Baulinien werden in Echtzeit die passenden Wohnungen unter Berücksichtigung der Abstandsflächen platziert. Im Fall eines Konflikts der Abstandsflächen mit der Bestandsbebauung, stuft das Programm die geplanten Baukörper in der Höhe herab. Weitere Informationen über Flächenausnutzung, Durchmischung oder Beschattung helfen den Planenden die Varianten zu qualifizieren.

In weiteren Schritten ließe sich eine Vielzahl von Varianten durch automatisiertes Zeichnen der Baulinien erproben, um eine Übersicht der Möglichkeiten auf dem Baufeld zu erstellen. In Gesprächrunden mit beteiligten Stakeholdern können diese diskutiert und durch manuelles Justieren einzelner Wohnungsmodule verfeinert werden. Durch die Digitalisierung des Entwurfprozesses besteht darüber hinaus die Möglichkeit die Schnittstelle zum Building Information Modeling (BIM) zu nutzen, um unmittelbar in die Ausführungsplanung überzugehen.